Der BSV Wulfen befindet sich weiterhin in einer Phase des Umbruchs. Die Umstrukturierung innerhalb des Vorstandes sowie die Umsetzung des im letzten Jahr verabschiedeten Säulen-Modells halten die Verantwortlichen auf Trab.

Die Verpflichtung vom Regionalliga-Trainer Dirk Altenbeck entpuppte sich nach anfänglicher Euphorie als „Flop des Jahres“. Fachlich war dem B-Trainer nichts vorzuwerfen, doch menschlich – das stellte sich von Woche zu Woche immer deutlicher heraus – war eine konstruktive und vertrauensvolle Zusammenarbeit nicht möglich. Am 3. Oktober 2007 entschied sich der geschäftsführende Vorstand zur sofortigen Trennung. In der Folge kehrte auch Teammanager Thomas Herrmann nach knapp einem Jahr zur BG Dorsten zurück.In einer sehr schwierigen Situation half Rob Stearns, indem er spontan das Traineramt der Regionalliga-Mannschaft übernahm. Die dritte Ausländerposition wurde mit Rashad McSwine besetzt, zur Rückrunde kam Volker Cornelisen als helfende Hand auf Trainerbank und im sportlichen Bereich hinzu. Nach einem holprigen Start legte das Duo Stearns/Cornelisen mit der Mannschaft eine herausragende Rückrunde hin. Platz drei in der Regionalliga-Rückrunden-Tabelle, nur zwei Niederlagen im Jahr 2008.

Im WBV-Pokal schied die Mannschaft im Viertelfinale gegen den BBV Hagen aus.  Schwierig gestaltete sich die Situation der zweiten Herrenmannschaft. Erst kurz vor Start konnte mit Bastian Scherkamp ein Trainer gefunden werden, die Mannschaft geriet in akute Abstiegsnot. Auch hier war es Rob Stearns zu verdanken, dass letztlich souverän der Klassenerhalt geschafft wurde. Rob stellte sich, nachdem in der Ersten die Ausländerpositionen besetzt waren, als Spieler für die Zweite zur Verfügung und hatte maßgeblichen Anteil an den wichtigen Siegen, die zum Landesliga-Klassenerhalt reichten.Im Juni 2008 erhält Rob Stearns nach 13 Jahren im BSV-Trikot als erster Spieler ein eigenes Abschiedsspiel, präsentiert von der Volksbank Dorsten. Eine volle Wittenbrinkhalle verabschiedet sich von Wulfens Basketball-Idol. Mit ergreifenden Worten („Es war mehr als Basketball.“) nimmt der Amerikaner Abschied vom BSV und wechselt zum Landesligisten RC Borken. Die dritte Herrenmannschaft hat die sportlich beste Saison gezeigt und wurde Bezirksliga-Vizemeister. Den möglichen Aufstieg der Mannschaft in die Landesliga hat der Verein ausgeschlagen.

Die Herren 4 konnten in der 2. Kreisliga, nach Experten-Meinung die härteste Liga der Welt, nur den vorletzten Tabellenplatz erreichen. Die Damen 1 legten eine sehr gute Landesliga-Saison hin und verpassten den dritten Platz nur um Zentimeter. Trainer Thomas Theisen gab nach der Saison sein Traineramt ab. Für die herausragenden Ergebnisse im Jugendbereich sorgten die U18-Mädchen und die U12-Jungen. Die Mädchen von Gerd Ribbeheger und Christiane Berkel wurden souverän Regionalliga-Meister. Marie Klinge wechselt nach der Saison zur BG Dorsten in die Damen-Regionalliga. Die U12-Jungen von Markus Zöllner und Sarah Schniedenharn erreichten die Zwischenrunde der Westdeutschen Meisterschaft und erzielten mit Platz 9 in der Endabrechnung erstmals seit langem wieder eine Top-10-Platzierung des BSV auf NRW-Ebene. Gastgeber der Zwschenrunde war der BSV in der Wittenbrinkhalle.Die männliche U18 blieb unter Markus Mathäa leider im Keller der Regionalliga stecken. Die männliche U16 unter Martin Gruczyk und René Penders wurde Oberliga-Dritter, überzeugte mit einer tollen Rückserie und Platz 1 in der inoffiziellen Rückrunden-Tabelle.

Erhebliche Probleme bereitete uns die männliche U14, die in der Regionalliga viel Lehrgeld zahlen musste. Erst als sich Mitte der Hinrunde Detlef Sauer als Trainer zur Verfügung gestellt hatte, ging es sportlich und organisatorisch bergauf.Im weiblichen Bereich spielten die U12-Mädchen eine sehr starke Regionalliga-Saison und wurden Fünfte. In der Kreisliga gewann das Team von Thomas Rademacher, Marie Klinge und Merle Arentz die Meisterschaft. Weibliche U14 und weibliche U16 spielten in der Kreisliga und erzielten Mittelfeldplätze. Die Trainer Katharina Schürmann und Felix Fanghänel machten dabei sehr gute Arbeit.Bei den Minis ist der BSV Wulfen sehr froh, dass seit Oktober 2007 Johannes Schürmann wieder als Nachwuchstrainer fungiert. Seine Schützlinge verpassten als U12 unter Jan Letailleur und Mike Plumpe zwar die Regionalliga-Quali, das ist aber vor a llem mit dem Fehlen eines starken 97er-Jahrgangs zu erklären. Auch die männliche U18 (Berthold Ulrich) und die männliche U16 (Markus Mathäa) verpassten im Mai die Regionalliga-Qualifikation.Großen Zulauf hat der BSV im jüngsten Nachwuchs. Bei der U6 mussten zwei Gruppen gebildet werden. Die Übungsleiterinnen Ulla Landwehr und Susanne Winck betreuen dort fast 40 Kinder. Die U8 wurde von Ulrike Wegener übernommen, auch hier ist der Zulauf groß. Dennoch hat insbesondere die sehr positive Entwicklung der Jugendabteilung dazu geführt, dass der BSV Wulfen inzwischen über 350 Mitglieder hat. Tendenz steigend.

Herausragende Arbeit leisten Conny Mrotzek und Thomas Kramer als Kümmerer bei den Cheerleaderinnen. Neu gegründet wurde eine Peewee-Cheerleader-Gruppe. Die Cheerleader nennen sich „Wulfen Dynamite“, nahmen im Juni an einer Meisterschaft teil und wurden in Lemgo 9. Insgesamt umfasst der Jugendbereich im Sommer 2008 17 Jugendteams und –gruppen. Sehr erfolgreich eingeführt wurden die LEG-Basketball-Feriencamps, die von über 180 Kindern und Jugendlichen an drei Terminen besucht wurden. Über 30 Kinder nahmen an der dreitägigen Kurzfreizeit in Gahlen teil. Die Wiedereinführung der Sommerferienfreizeit ist geglückt ist. Markus Zöllner und sein Team fuhren in den Sommerferien für zwei Wochen nach Greifswald ins maritime Jugendferiendorf Wieck (Majuwi).Die Schlittenfahrt ins Sauerland musste zum zweiten Mal in Folge wegen Schneemangels ausfallen. Andere Aktionen finden statt: Weihnachtsolympiade der Jugendabteilung, Saisoneröffnung erstmals am Brauturm, ein Kids-Day in der Wittenbrinkhalle oder die Beteiligung am Wulfener Weihnachtsmarkt oder dem Osterfeuer der Feuerwehr. Am Jubiläumsumzug des Schützenvereins beteiligte sich der BSV Wulfen mit einem eigenen Motivwagen „König Basketball“.Im Frühjahr 2008 gründet sich, initiiert in erster Linie von Martin Risthaus und Reinhold Grewer, der Verein zur Förderung der Jugendarbeit im BSV Wulfen. Dem Vorstand gehören Martin Risthaus, Reinhold Grewer, Stefan Duve und Sandra Penders an. Innerhalb weniger Wochen hat der BSV-F6rderverein bereits über 50 Mitglieder. Der Monatsbeitrag beträgt 1 €.  

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