Die Münsterland Baskets können wieder siegen: Mit 100:84 (53:36) gewann das Team von Trainer Maik Berger am Samstagabend in eigener Halle gegen die Sechtem Toros. Vor allem in der ersten Halbzeit zeigten sich die Wölfe stark verbessert. Mit schnellem Umschaltspiel suchten sie früh und zielstrebig den Abschluss, setzten nach und packten in der Defense beherzt zu. Zudem gab Neuzugang Simas Raupys die erhofften Impulse, steuerte in seinen ersten 23 Minuten für den BSV auch 15 Punkte bei. Topscorer aber war Geburtstagskind Chris Brown, der mit 16 Punkten, 16 Rebounds und 6 Assists effektivster Spieler der Gastgeber war. Herausragend auf Seiten der Gäste war Timothy Mitchell, auf dessen Konto 38 Punkte gingen. Am kommenden Samstag geht es für den BSV nun zu einem direkten Konkurrenten um den Klassenerhalt, nach Hagen-Haspe. Der Fanbus startet um 17:30 Uhr bei Mergen.

Chris Brown

Ausgeglichene Startphase

Nach einem Distanzwurf von Christian Marquardt führte der BSV in der 2. Minute mit 5:2. Dennoch missglückte der Start gegen Sechtem, weil die Gäste nun über Brauer und Mitchell aufkamen, ihrerseit mit 11:5 in Führung gingen und Maik Berger früh zu einer Auszeit zwangen. Beim Stand von 13:15 kam Simas Raupys in die Partie. Der Litauer verschaffte sich den nötigen Platz auf dem Feld und schloss konzentriert ab, brachte den BSV in der 8. Minute von jenseits der 6,75m wieder in Führung, mit 20:17.

Mit Tempo zum Erfolg

Nun kamen die Münsterland Baskets richtig in Fahrt, lief beispielsweise Tim Gorontzi regelrecht heiß. Als Thorben Vadder in der 16. Minute aus der Halbdistanz traf, hatten die Wölfe bereits ein 18 Punkte-Polster zu Sechtem aufgebaut (39:21). Angesichts der komfortablen Führung ließ es der BSV nun defensiv etwas schleifen, blieb insgesamt aber auf Kurs. Jan Letailleur schloss per Alley-Hoop nach Zuspiel von Javier Nasarre sehenswert zum 48:32 ab (19.). Tim Gorontzi lieferte aus der Distanz die letzten Punkte für die Münsterland Baskets der ersten Halbzeit. Kurz zuvor hatte ein unsportliches Foul gegen Phil Günther in dem körperlich hart geführten Spiel für Unruhe in der Halle gesorgt.

Führung behauptet

In die zweite Halbzeit startete das Wulfener Team zunächst so, wie es schon Durchgang 1 beendet hatte. Tim Gorontzi brachte die Wölfe per Korbleger erstmals an diesem Abend mit mehr als 20 Punkten in Führung. Chris Brown stellte in der 24. Minute den höchsten Vorsprung dieses Abends her (67:44). Doch dann riss gehörig der Faden: Mitchell, Isermann & Co nutzten nun viele Unkonzentriertheiten der Hausherren, die sich angesichts der komfortablen Führung zu sorglos präsentierten. Ein 0:10-Run ließ den Vorsprung schmelzen. Zum Abschluss des dritten Viertels verschafften Chris Brown und Jan Letailleur den Wölfen jedoch wieder einwenig Luft, mit guten Aktionen am Brett.

Marquardt mit hundertstem Punkt

Aber der Sieg war noch nicht in trockenen Tüchern. Das zeigte sich zu Beginn des Schluss-Viertels, als Timothy Mitchell sein Team mit einem Dreipunktewurf noch einmal auf 9 Punkte heran brachte. Kurz darauf schickte Maik Berger wieder Brown und Nasarre zurück aufs Feld. Sie waren nun die Garanten dafür, dass die Münsterland Baskets ihre Führung wieder einwenig ausbauen konnten und nicht mehr ernsthaft in Bedrängnis gerieten. Den hundertsten Punkt erzielte Christian Marquardt von der Linie. Auch Youngster Alexander Winck durfte sich noch zeigen. Insgesamt punkteten an diesem Abend gleich 7 BSV-Spieler zweistellig, gewann das Kollektiv auch im Rebound-Verhältnis klar und hatte deutlich bessere Wurfquoten, als zuletzt.

Coach insgesamt zufrieden

Maik Berger resümierte: "Wir sind mit klaren Zielen in diese Partie gegangen und die haben wir unter dem Strich erreicht. Wenn wir einen Gegner 40 Minuten an die Wand spielen könnten, wären wir Titelanwärter. Für uns geht es aber derzeit um den Klassenerhalt. In der Defense waren wir phasenweise zu sorglos, haben zu viele einfache Punkte zugelassen. Es muss noch in die Köpfe der Spieler, dass wir auch bei komfortabler Führung konzentriert bleiben. Aber wir haben uns das nötige Erfolgserlebnis geholt und wollen nun kommende Woche unbedingt nachlegen."

BSV: Günther (10/1), Winck (1), Raupys (15/1), Marquardt (11/1), Nasarre (11), Gashi (3/1), Gorontzi (13/3), Brown (16, 16Reb.), Nieswand (4), Letailleur (11), Vadder (2), David (3). SG: Hörschler (3/1), Brauer (8/1), Bowdurez (5/1), Isermann (18), Bartel (2), Scholtes (3/1), Sagemüller (2), Otshumbe (5), Mitchell (38/2). Schiedsrichter: Horst Pelzer, Michael Giesler. Zuschauer: 233.

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