Maik Berger und sein Team sind am Samstagabend in Herford erneut einen Beweis schuldig geblieben, dass sie noch in diese Liga gehören. Wie schon das Spiel beim direkten Konkurrenten Haspe, ging auch diese Partie verloren, wenn auch am Ende knapp. Mit dem 74:78 (35:39) wird der Abstand zum rettenden Ufer für Wulfen wieder größer. In Ostwestfalen offenbarte der BSV die altbekannten Reboundprobleme, traf zudem schwach aus der Distanz und leistete sich einige, schmerzhafte Ballverluste. Daneben wollten die Wölfe oft mit dem Kopf durch die Wand, zogen die kleinen Guards immer wieder zum Korb, obwohl für sie dort einfach kein Durchkommen war. Und der Schuss-starke Simas Raupys nahm nicht einen einzigen Distanzwurf. Dennoch hatten die Münsterland Baskets in der Schlussphase noch die Möglichkeit, das Spiel gegen überschaubar aufspielende Gastgeber zu drehen, ließen die Chance aber ungenutzt. Am 13. Februar geht es für den BSV mit einem Heimspiel gegen Ibbenbüren weiter.
Chris Brown

Die Partie in Herford war erst vier Minuten alt, da hatte Wulfens Amerikaner Chris Brown bereits 3 Fouls gesammelt und musste auf die Bank. Mit 6:12 gingen die ersten 5 Minuten an die Hausherren. Der eingewechselte Thorben Vadder brachte die Wölfe zunächst wieder auf einen Zähler heran (7.). Ein Distanzwurf durch Herfords Amerikaner Jones stellte das Viertelergebnis von 15:21 aus Wulfener Sicht her. Der BSV hingegen traf in der ersten Halbzeit keinen seiner 8 Versuche von jenseits der 6,75m. Die Wölfe konnten im zweiten Viertel nun wiederholt verkürzen. Dass es aber nix mit dem Ausgleich wurde, war Situationen, wie in der 19. Minute geschuldet. Da verlor Phil Günther unter dem eigenen Korb den Ball und ermöglichte Karl Gronau so einen einfachen Korbleger. Ähnliche Missgeschicke leistete sich das Team von Maik Berger an diesem Abend mehrfach. Beim Stand von 35:39 ging es in die Kabinen.

Im dritten Viertel konnten sich die Gastgeber nun bis auf 11 Punkte absetzen. Erst im Schlussdurchgang bließen die Wölfe wieder zur Aufholjagd. Lag Herford noch in der 34. Minute mit 67:57 vorn, hieß es vier Minuten später Ausgleich (71:71), nachdem Simas Raupys zwei Freiwürfe getroffen hatte. Doch Wulfen bekam in der Schlussphase bei gefühlt jeder Defense-Aktion ein Foul angekreidet, gestattete Herford zudem immer wieder zweite Möglichkeiten und fand sich so am Ende als das unterlegene Team wieder. Zwar hatte Chris Brown beachtliche 28 Punkte gesammelt, agierte jedoch häufig auf dem Flügel und fehlte dann zum Rebound. Center Tim David war kurzfristig mit Kniebeschwerden ausgefallen. Center-Kollege Jens Nieswand kam so diesmal zwar zum Einsatz, allerdings nur 24 Sekunden.

Fazit von Maik Berger: "In Herford gab es das zu erwartende, schwere Spiel. Gerade die Härte abseits des Balls hat uns immer wieder aus dem Rhythmus gebracht. Unser Plan, Jones’ Aktionsradius deutlich einzuschränken, ist gut aufgegangen. Aber Herford hat immer wieder das Tempo hochgehalten, dadurch einfache Korbleger bekommen und in entscheidenden Phasen beim Rebound einfach besser gearbeitet. Als die Partie dann auf der Kippe stand, wollten wir zu häufig mit dem Kopf durch die Wand. Das Ziel „Klassenerhalt“ rückt damit weit weg. Aber auch die theoretischen Chancen wollen wir uns bewahren und in zwei Wochen beherzt auftreten."

BSV: Günther (6), Raupys (7), Marquardt (9/1), Nasarre (11, 8 Reb.), Gashi (5/1), Gorontzi, Brown (28), Nieswand, Letailleur, Vadder (8). BBG: Steffen (8), Gronau (10/2), Yagiz (o.E.), Kramer (12/2), de la Puente Monente (8, 14 Reb.), Schütz (8), Humke (11), Skurdauskas (10), Jones (11/1), Behrens. Schiedsrichter: Roland Wingartz, Hiner Akrawe.

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