Mit 91:87 (40:40; 76:76) haben die Münsterland Baskets nach Verlängerung am Samstagabend bei der ART Düsseldorf gewonnen. Damit zog das Team von Maik Berger in der Tabelle mit den Giants Düsseldorf, Herford und Sechtem nach Punkten gleich, den Direktvergleich jedoch unberücksichtigt. Spielentscheidend war am Ende Wulfens 8:0-Run in der Overtime, der den Gastgebern, die ohne ihren US-Amerikaner Kendall Chones auskommen mussten, sprichwörtlich das Genick brach. Bei noch ausstehenden Spielen gegen die drei Top Teams Schalke, Münster und BG Hagen sind die Vorzeichen im Kampf um den Klassenerhalt für den BSV aber weiter ungünstig. Mit dem Heimspiel am kommenden Samstag gegen Salzkotten wollen die Wölfe ihre Chance aber natürlich unbedingt wahren.

Es war von Beginn an ein hart umkämpftes, enges Spiel in Düsseldorf. 6:5 hieß es nach 2 Minuten, 13:11 nach 5, bevor der Litauer Simas Raupys Wulfen aus der Distanz erstmals an diesem Abend in Führung brachte. Raupys war es auch, der Wulfen von der Linie den knappen Vorsprung zur Viertelpause von 24:23 bescherte. Im zweiten Durchgang konnte der BSV sich nach Distanzwürfen von Gorontzi und Raupys erstmals einwenig absetzen (30:25). Nach einem Korbleger von Phil Günther führte Wulfen zur Mitte des zweiten Viertels gar mit 6 Punkten. Nun aber drehte auf Seiten der Gastgeber ihr sicherster Schütze Paulius Kleiza weiter auf und ermöglichte Max Dohmen so kurz vor der Halbzeitpause noch den Ausgleich.

Düsseldorf startete besser in das 3. Viertel, aber Wulfen blieb zunächst dran. In der 27. Minute landete Jan Letailleur einen Distanzwurf zum 51:52 aus Sicht der Gäste, die sich nun jedoch eine kleine Schwächephase leisteten. Bis zur 33. Minute hatte die ART eine 8 Punkte-Führung herausgespielt. Die Wölfe arbeiteten nun aber wieder besser in der Defense, sicherten sich einige Abpraller und konnten in der 36. Minute zunächst über Javier Nasarre ausgleichen, bevor Kreshnik Gashi Wulfen mit dem 73:70 die Führung zurückholte. Zweieinhalb Minuten vor dem Ende der regulären Spielzeit erzielte Simas Raupys dann das 76:71 für den BSV. Es sollten jedoch die letzten Wulfener Punkte in diesem Durchgang bleiben. Paulius Kleiza, wer sonst, brachte die Partie in die Verlängerung.

In der Overtime schien Wulfen zunächst um die Früchte der engagierten Leistung dieses Abends gebracht zu werden, sah sich schnell mit 76:81 im Hintertreffen. Von der Linie glichen die Wölfe zunächst aus und holten sich dann mit einem Wurf von jenseits der 6,75 Meter durch Phil Günther die Führung zurück. Beim Stand von 89:83 eine halbe Minute vor Ende der Verlängerung standen die Zeichen für das Team von Maik Berger dann endgültig auf Sieg. Die Gastgeber konnten über Mostafa und Kleiza lediglich noch einwenig Ergebniskosmetik betreiben, während Christian Marquardt von der Linie die wenigen aber treuen, mitgereisten Fans erneut jubeln ließ. Insgesamt hatte die Führung an diesem Abend 13 Mal gewechselt. Zwar hatte der BSV unter dem Strich die schlechteren Wurfquoten, erarbeitete sich diesen Sieg jedoch mit einer guten Reboundarbeit, maßgeblich über Chris Brown und Javier Nasarre.

Fazit von Maik Berger: "Ich bin froh, dass die Mannschaft sich gestern so kämpferisch gezeigt hat. Wir hatten einen klares Ziel vor dem Spiel: Uns zu wehren! Es hat uns sicherlich in die Karten gespielt, dass auf Seiten Düsseldorfs Kendall Chones verletzt ausfiel, so konnten wir einige Vorteile unter dem Korb und beim Rebound nutzen. Wir haben gestern bestimmt nicht in allen Situation richtig agiert und Kleiza zu viele Freiräume gelassen. Aber wir haben in den wichtigen Phasen des Spiels gute Entscheidungen getroffen und vor allem nicht aufgeben, Moral bewiesen und uns deshalb diesen Sieg auch verdient!"

BSV: Günther (8/1), Raupys (24/5), Marquardt (2), Nasarre (19), Gashi (5/1), Gorontzi (6/2), Brown (15/1/18 Reb.), Nieswand, Letailleur (12/1), Vadder, David. ART: Chones (o.E.), Schermeng, Günther, Mostafa (18/12 Reb), Kleiza (28/5), Saou (4), Sabeckis (11/9), Zimmermann, Bosnnjak (8), Haake (2), Hohlbein, Dohmen (16/2).

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