Die Saison in der 2. Regionalliga Westfalen neigt sich dem Ende zu, aber erste Entscheidungen kann schon der drittletzte Spieltag bringen. Gewinnen die Westfalen Mustangs am Freitagabend in Schwelm, stehen sie vorzeitig als Meister und Aufsteiger in die 1. Regionalliga fest. Gewinnt der BSV am Samstag Abend, steht er auf Grund des besseren Vergleichs mit dem SVD Derne als Vizemeister fest. Der BSV Wulfen würde dann in einer Woche quasi nur noch zum Gratulieren nach Rheda-Wiedenbrück fahren, will sich als bester Gruppenzweiter der 2. Regionalliga allerdings noch alle Optionen nach oben offen halten. Vor dem Spiel beim designierten Meister steht für die Wölfe aber erst einmal das vorletzte Heimspiel an. Zu Gast ist am Samstag (20 Uhr, Gesamtschulhalle Wulfen, Midlicher Kamp 1) das Team der LippeBaskets Werne, die sich noch in akuter Abstiegsnot befinden.

Die rote Laterne haben die Werner inzwischen an die CSG Bulmke weitergereicht. Mit fünf Siegen aus sieben Spielen, vier davon in eigener Halle, hat die Mannschaft vom Ex-Wulfener Christoph Henke Platz neun erklommen. Da aber voraussichtlich zwei Mannschaften absteigen, kann es den Tabellenzehnten der 2. Regionalliga treffen. Also: Werne braucht aus den letzten drei Spielen möglichst noch zwei Siege. Aktuell stehen die LippeBaskets punktgleich mit Bochum 2, TSV Hagen und Paderborn 2 im Keller.

Die Rückkehr von Wernes Trainer Christoph Henke in die Gesamtschulhalle, wo er unter Trainer Philipp Kappenstein einst selbst die Basketballschuhe für den BSV geschnürt hatte, soll aus Wulfener Sicht aber nicht erfolgreich enden. Denn der BSV steht kurz vor dem Gewinn der Vizemeisterschaft. Auch am Samstagabend sollen es nur drei Niederlagen sein, die auf dem BSV-Konto stehen. Das Hinspiel in Werne gewannen die Münsterland Baskets nach verkorkster erster Halbzeit nur denkbar knapp. Und auch beim Heimspiel am Samstag sieht es nicht nach einem Spaziergang aus.

Seit Wochen kann Marsha Owusu Gyamfi keine 5-gegen-5-Situationen mehr simulieren. In dieser Woche fehlten Marcel Gorontzi und Tim David aus beruflichen Gründen beim Training, Kreshnik Gashi war krank und Julius Breu schrieb wichtige Klausuren an der Uni. Die Trainerin hofft, dass Breu und Gorontzi zumindest am Samstag zur Verfügung stehen, damit es mehr Alternativen auf dem Flügel gibt. Marcel Gorontzi hatte am Samstag beim Sieg in Bochum nur vor der Pause mitgewirkt, weil er im Training umgeknickt war. Die Hauptlasten des Spiels ruhen auf Patrik Paschke, Felix Riedel, Tim Gorontzi, Jonas Kleinert, Thorben Vadder und Connell Crossland.

Werne ist aktuell in einem Hoch, hat eine erfahrene, physisch starke Truppe. Von außen treffen König und Meinhard gut. Der BSV muss möglichst gut sein eigenes Spiel aufziehen und defensiv kompakt stehen. Es wird am Samstag auf jeden Rebound der Crossland, Vadder & Co. ankommen. Wichtig auch: Die Anzahl der Ballverluste gegen die aggressive Werner Verteidigung möglichst gering zu halten. Und natürlich hofft das BSV-Team wieder auf die Unterstützung von den Rängen: Endlich wird wieder an einem Samstagabend gespielt.  Das letzte Samstag-Heimspiel war am 4. Februar der Sieg über Verfolger Dortmund. Und für die BSV-Fans ist es die Generalprobe vor dem Auswärtsspiel bei den Mustangs. Dorthin fährt am 1. April ein Fan-Bus.   

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