Nach dem atemberaubenden Saisonauftakt, dem 114:107 nach zweifacher Verlängerung beim ambitionierten Aufsteiger in Hamm hat sich bei den Fans des BSV Wulfen eine Euphorie-Welle gelöst. Die ernüchternde Vorsaison mit Verletzungspech und Platz sechs ist Geschichte. Im Fanbus von Hamm zurück nach Wulfen - der Bus hatte wegen des verzögerten Spielbeginns und der zweifachen Verlängerung fast zwei Stunden Verspätung - wurde nicht nur Busfahrer Paul frenetisch gefeiert. Auch das Team, das parallel im Borgmann-Vivaro auf dem Rückweg war, wurde gefeiert ob des fantastischen dreistelligen Sieges bei den HammStars.

Und deutlich ist zu spüren, dass sich im ganzen Dorf durch den Auswärtssieg eine Erwartungshaltung entwickelt, die zum Vereinsjubiläum im Frühjahr 2019 mit dem Titelgewinn münden soll. Trainer Predrag Radanovic, der in Hamm seine Feuertaufe als BSV-Coach eindrucksvoll bestanden hat, seinem Team Ruhe und Sicherheit vermittelte, selbst als es in der ersten Verlängerung 94:99 zurücklag, tritt allerdings auf die Bremse: "Das war erst das erste von 22 Spielen. Wir sind noch lange, lange nicht am Ziel." Der Trainer weiß aber auch, dass die lautstarke Unterstützung am Samstag in Hamm seine Mannschaft in den wichtigen Momenten gepusht hat: "Unsere fantastischen Fans haben einen gehörigen Anteil an diesem Auswärtssieg. Sie waren da, als wir sie brauchten. Und meine Mannschaft ist zurückgekommen."

Als es darauf ankam, haben ein Barkenberger und ein Alt-Wulfener den Sack zu gemacht: Bryant Allen vom Wall und Marcel Gorontzi vom Markeneck waren in der zweiten Verlängerung die Säulen des Teams. Alexander Winck vom Großen Ring, früh foulbelastet, setzte an der Freiwurflinie den 114:107-Schlusspunkt. Auch deshalb sangen die BSV-Fans ganz nach Schalker Vorbild aus allen Kehlen "Wulfener Jungs, Wulfener Jungs, wir sind alle Wulfener Jungs!". Center Thorben Vadder vom Prozessionsweg, der verletzt nicht mitwirken konnte, aber den Team-Vivaro nach Hamm gefahren hatte, strahlte mit den anderen Ur-Wulfenern um die Wette. Auch Jannik Korte vom Heidbruch und Jonas Brozio vom Hetkerbruch hatten in Hamm in zivil auf der Bank gesessen, gehören zum erfolgreichen BSV-Team. Zu Hause hatte Tim Gorontzi an der Potmere mitgefiebert. Der 25-Jährige musste seine Karriere beenden, war ursprünglich als Leistungsträger eingeplant. "Wulfener Jungs, Wulfener Jungs, wir sind alle Wulfener Jungs" hallte es zurecht durch die Halle und den Fanbus.

Angesichts der Euphorie hoffen die Verantwortlichen des BSV, dass am Samstag beim ersten Saisonheimspiel gegen Aufsteiger Iserlohn die Gesamtschulhalle gut gefüllt ist. 400 Zuschauer sind realistisch zu erwarten. Durchaus denkbar, dass die BSV-Fans dann anstimmen: "Kennst Du den Mythos vom Wulfener Markt". Es ist das letzte BSV-Heimspiel für Wochen, denn erst am 3. November haben die Münsterland Baskets das nächste Mal Heimrecht, wenn mit dem TV Einigkeit Barop der nächste Mitfavorit seine Visitenkarte abgibt. Wer die "Helden vom Hamm" also vor November noch sehen möchte, sollte am Samstag rechtzeitig in die Gesamtschulhalle kommen. Die offene U10 wird das Radanovic-Team in die Halle führen, die BSV-Cheerleader sorgen für ein prächtiges Rahmenprogramm und in der Halbzeit haben zwei Besucher die Chance auf den BIG SHOT, den Exact-200-€-Wurf von der Mittellinie, sponsered by Exact - Friseur & Beautystudio Dorsten. Ein ganzes Dorf fiebert der Heimpremiere entgegen.      

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