Mit einem hart umkämpften 76:71 (34:36)-Auswärtssieg beim TSVE Bielefeld haben sich die Basketballer des BSV Wulfen auf den 2. Tabellenplatz der 2. Regionalliga Westfalen vorgeschoben. Der dritte Sieg im dritten Spiel bedeutet zudem: Nach der Herbstferien-Pause kommt es am 4. Spieltag in der Gesamtschulhalle Wulfen zum Topspiel der einzig verbliebenen ungeschlagenen Teams der Liga: Der Tabellenzweite BSV Wulfen empfängt den Spitzenreiter TV Einigkeit Barop (Samstag, 3.11., 20:00 Uhr). Zuvor muss der BSV am kommenden Donnerstag, 11.10., 20:15 Uhr, aber noch in der zweiten Runde des WBV-Pokals gegen den in der 1. Regionalliga noch sieglosen SVD Dortmund ran. Der dreifache WBV-Pokalsieger hat Heimrecht und möchte in die 3. Runde einziehen. Es ist die Neuauflage der WBV-Pokalendspiele von 2004, 2005 und 2006.

In der Liga läuft es für den BSV Wulfen Dank des zweiten Auswärtssieges nach Plan. Allerdings war die Aufgabe in Ostwestfalen am Samstagabend schwerer als erwartet. Vor allem der aus der Distanz treffsichere Bosnier Dzemal Taletovic sorgte mit 16 Punkten (vier Dreiern) für die 36:34-Pausenführung der Gastgeber. Bastian Landgraf besorgte 14 Punkte. Diese beiden Akteure (30 der 36 Bielefelder Punkte) bekam der BSV so gut wie gar nicht in den Griff.

Daher musste BSV-Trainer Predrag Radanovic in die taktische Trickkiste greifen. Nach der Pause stellte er auf Zonenverteidigung um - und fand damit den Schlüssel zum Sieg. Selbst Taletovic traf jetzt nicht mehr von außen, minutenlang blieben die Schützlinge von Dolphins-Trainer Emre Atsür ohne Korberfolg. Von 34:38 drehten die Wölfe aus dem Münsterland das Spiel zum 51:38. Für das Highlight sorgte Patrik Paschke mit einem Anspiel hinter dem Rücken auf Tim Terboven zum 42:38. Dzemal Taletovic traf kurz vor Ende des dritten Viertels dann doch noch einen Dreier zum 44:53, doch Wulfens US-Spielmacher Bryant Allen markierte postwendend das 44:55 vor dem letzten Viertel. 21:8 gewannen die Wulfener den dritten Spielabschnitt. Es sollte das einzige Viertel bleiben, das die Radanovic-Truppe in Bielefeld für sich entschied - aber das reichte zum Auswärtssieg.

Denn im Schlussabschnitt erstickten die Gäste, angefeuert von 20 lautstarken Schlachtenbummlern, alle Bielefelder Aufholversuche. Der sechste Taletovic-Dreier (am Ende waren es sieben), bedeutete das 53:61 (34.), doch Patrik Paschke per Korbleger zum 53:63 (35.), der treffsichere Steffen Piechotta von jenseits der Drei-Punkte-Linie zum 53:66 und zwei Freiwürfe von Alexander Winck zum 53:68 (36.) bedeuteten die Vorentscheidung. Endgültig den Deckel drauf machten in der Schlussminute Patrik Paschke mit einem Korbleger und zwei sicheren Freiwürfen sowie Routinier Philipp Lensing. Der hatte erneut aushelfen müssen, weil Center Lukas van Buer krank fehlte und Thorben Vadder nach überstandener Verletzung nur wenige Minuten Einsatzzeit schnuppern durfte.

80 Mal warf der BSV in Bielefeld aus dem Spielgeschehen auf den Korb, traf aber nur 29 Mal. Dass diese Quote dennoch zum Sieg reichte, war dem Wulfener Teamgeist und der Reboundarbeit zu verdanken. Marcel Gorontzi sammelte nicht weniger als 13 Abpraller ein, verpasste hauchdünn das Triple-Double aus Punkten, Rebounds und Steals. Alexander Winck stand ihm mit 10 Rebounds kaum nach. Aus der Distanz treffsicher war am Samstag einzig Steffen Piechotta mit vier Dreiern bei fünf Versuchen. Bryant Allen, der eher ein schwächeres Spiel ablieferte, aber dennoch mit 17 Punkten Wulfens Topscorer war, traf nur 1 von 10 Dreier, spielte nach der Pause aber 6 Assists. Bester Bielefelder war Dzemal Taletovic mit 25/7, gefolgt von Bastian Landgraf mit 21 und Center Derek mit 10 Punkten.

BSV: Patrik Paschke (16/2), Alexander Winck (7, 10 Reb., 3 Blocks), Felix Brinkschulte, Marcel Gorontzi (9, 13 Reb., 8 Steals), Bryant Allen (17/1, 6 Assists), Kreshnik Gashi, Tim Terboven (2), Milan Juskovic (2), Christian Dreißig (5/1), Thorben Vadder (2), Philipp Lensing (2, 7 Reb.), Steffen Piechotta (14/4).

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