BSV Wulfen 2 vs BG Dorsten 2: 70-62 (24-19; 51-51)

Ein großer Fight wird belohnt

Endlich war es soweit: das Derby stand vor der Tür. Die ganze Woche hatte man sich drauf gefreut und intensiv vorbereitet. Jedem Spieler war bewusst, dass es kein „normales“ Spiel sein würde. Man wollte den aktuellen Tabellenstand für dieses Spiel verdrängen und sich voll auf die anstehende Aufgabe konzentrieren. Marten Olenik, Martin Gruczyk, Simon Landwehr, Jannik Korte und Felix Verhülsdonk sollten zu Beginn der Partie die Kohlen aus dem Feuer holen. Zu Beginn des Spiels wollte man immer wieder den Korb attackieren, um sich durch leichte Punkte am Brett oder durch Freiwürfe Sicherheit und Selbstvertrauen zu holen. So gelang es Marten Olenik direkt in der ersten Minute, durch starke Penetration, die ersten Punkte des Derbys für den BSV zu erzielen. Anschließend trug der harte Drive zum Korb insofern Früchte, dass man ein ums andere Mal an die Freiwurflinie kam. Doch das Handgelenk war zu Spielbeginn noch nicht locker genug. Jannik Korte und Felix Verhülsdonk vergaben vier Freiwürfe am Stück, ehe Martin Gruczyk und Marten Olenik nach den ersten Dorstener Punkten durch Tristan Hardy-Witting (3. Minute), jeweils ihre beiden Freiwürfe verwandelten und für den 6:2 Spielstand sorgen konnten. Zwei Minuten lang wollte der Ball auf Seiten der Gastgeber anschließend nicht mehr in den Korb fallen, während die Gäste aus Dorsten zum Einen durch Favier Kröller-Fernandez, Malte Drescher und erneut durch Tristan Hardy-Witting und Florian Pohl scoren konnten. So hatte man nach 6. Minuten beim Stand von 6:5 zwar immerhin ein paar Punkte auf der Anzeige, doch das Spiel wurde noch immer durch Defense und Nervosität in der Offensive geprägt. Die Defense der Wölfe stand in diesem ersten Viertel sehr gut, was man über große Teile des Spiels fortsetzen konnte. Fast alle Punkte des ersten Viertels wurden von beiden Seiten ausschließlich von der Freiwurflinie erzielt.

Beim Stand von 15:9 für den BSV ging es in das zweite Viertel. Marten Olenik spielte weiter stark auf und erzielte sieben der neun BSV-Punkte in den zweiten zehn Minuten. In der elften Minute konnte dieser noch punkten, ehe drei Minuten lang keiner Mannschaft mehr ein erfolgreicher Abschluss gelang. Dies war ein Zeichen dafür, dass das Spiel insgesamt weiter von guter Defense und einigen Fehlern und Fehlwürfen in der Offensive geprägt wurde. Beide Mannschaften hatten ihre Schwierigkeiten sich leichte Würfe zu erarbeiten und sie, wenn es mal gelang, in Punkte umzumünzen. Die Mannschaft konnte sich in der ersten Halbzeit bei Marten Olenik bedanken, dass es mit einer 24:19 Führung in die Halbzeit ging. In der Kabine rückte man zusammen und reflektierte kurz die Geschehnisse der ersten Halbzeit. Es sollte weiterhin darauf ankommen, dass die Mannschaft, die besser verteidigen und den Sieg mehr haben wollte, dieses Spiel gewinnen würde.

Die ersten Punkte der zweiten Halbzeit gingen durch Tristan-Hardy Witting und Yannik Kröller-Fernandez (21., 22. Minute) auf das Konto der BG Dorsten. Marten Olenik behielt trotz Pause sein heißes Händchen und antwortete mit zwei Dreiern (23., 26. Minute). Ganze fünf Minuten gelangen den Dorstenern anschließend kein Punkt mehr. Jannik Korte der bisher in der Partie blass blieb, fand nun etwas besser in die Partie und konnte von der Freiwurflinie punkten. Auch wenn man zwei Minuten vor Ende des dritten Viertels 35:27 führte, ließen dich die Gäste nicht abschütteln. Erneut waren es Favier Kröller-Fernandez, sowie Florian Pohl, die von draußen und unter dem Korb punkten konnten. Mit einer knappen 35:34 Führung ging es nun in das letzte Viertel. Marten Olenik legte mal wieder mit einem And-One vor. Favier Kröller-Fernandez, der die gesamte Partie über schon dagegen hielt und am Ende auf 17 Punkte kam, konnte sich wieder einmal durchsetzen.

Jannik Korte konnte zuerst von der Freiwurflinie zwei Punkte erzielen und anschließend nach einem Offensiv-Rebound den Ball in den Korb legen. Gegen die 3/2-Zone der Wölfe versuchten es die Gäste mehr und mehr von Außen, konnten jedoch lediglich einen Dreier in Person von Tim Kuhlmann im Korb unterbringen. Die BG kam nun sehr oft an die Freiwurflinie und konnte die Freiwürfe sicher verwandeln. 47:47 nach 38 Minuten. Paul Eißing und Favier Kröller-Fernandez brachten durch Punkte aus der Mitteldistanz und am Brett ihr Team wieder in Front. Felix Verhülsdonk, der immer wieder gut am Brett arbeitete, setzte sich am Korb durch und konnte nach einem Offensiv-Rebound mit einem And-One abschließen, jedoch leider nicht den anschließenden Bonusfreiwurf verwandeln. Noch eine Minute war zu spielen und man lag 49:51 zurück. Nervosität machte sich breit, doch jeder Einzelne gab alles, um die Nerven zu behalten und das Team auf seine Weise bestmöglich zu unterstützen. Spielertrainer Martin Gruczyk nahm in den letzten Sekunden sein Herz in die Hand, zog zum Korb und konnte das Foul ziehen. Die Konsequenz: zwei Freiwürfe. Es standen Sekunden der maximalen Spannung an. Doch der Spielertrainer hielt dem Druck stand und konnte beide Freiwürfe verwandeln. Mehr ging kaum, 51:51 nach 40 Minuten. Eine Verlängerung im Derby, was gibt es für Zuschauer schöneres. Den Spielern merkte man an, dass sie eine lange kräftezehrende Partie in den Knochen hatten.

Die Derby-Helden von Samstag (v. l. n. r.): Ilja Wiebe, Martin Gruczyk, Jannik Korte, Luis Galvez-Braatz, Simon Schrudde, Nico Kleine-Sender, Marten Olenik, Mike Plumpe, Felix Verhülsdonk, Melvin Beckmann, Malte Klatt und Simon Landwehr.

Zu Beginn der Verlängerung konnte Jannik Korte sieben Punkte für die Wulfener in Folge erzielen, darunter ein Dreier und ein Buzzer-Beater aus der Mitteldistanz. Insgesamt trafen die Wölfe in der Verlängerung viele ihrer Würfe. Den Holsterhausenern merkte man an, dass ihnen langsam aber sicher die Kraft verloren geht. Florian Pohl, Favier Kroller-Fernandez und Yannik Kroller-Fernandez konnten auf Seiten der Dorstener noch aus dem Feld punkten, doch aufgrund der Führung der Wulfener und der fortlaufenden Zeit, foulten die Dorstener immer wieder um die Uhr zu stoppen und brachten den BSV an die Freiwurflinie. Die Freiwürfe konnte man zum Glück verwandeln und holte mit dem Derbysieg auch den ersten Sieg der Saison. Am Ende stimmte einfach die Einstellung der Mannschaft dieses Derby unbedingt gewinnen zu wollen.

BSV: Kleine-Sender, Olenik (20), Beckmann, Gruczyk (12), Landwehr, Plumpe, Korte (24), Verhülsdonk (8), Galvez-Braatz (2), Schrudde (4). BG: F. Kröller-Fernandez (17), Witting (8), Bilon, Schilling (1), Y. Kröller-Fernandez (13), Pohl (8), Kuhlmann (6), Drescher (3), Vedder, Besta (2), Köcher, Eißing (4).

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