Hamm, Barop, Werne und jetzt Schwelm: Fast schon Woche für Woche treffen die Münsterland Baskets des BSV Wulfen in der 2. Regionalliga Westfalen auf einen ihrer härtesten Verfolger. Am letzten Spieltag vor Weihnachten tritt der BSV als ungeschlagener Spitzenreiter beim Tabellendritten TG Rote Erde Schwelm an. Die Schwelmer haben wie der Tabellenzweite TuS 59 HammStars erst zwei Niederlagen auf ihrem Konto. Das Farmteam des ProB-Ligisten EN Baskets Schwelm will mit einem Sieg über Wulfen die Liga wieder spannend machen. Der BSV möchte im Gegensatz dazu mit dem neunten Sieg in Folge einen weiteren Verfolger auf Abstand halten.

Am Samstag (15.12.) tritt der BSV um 20 Uhr in der Sporthalle des Märkischen Gymnasiums in Schwelm (Präsidentenstr. 1) an. Fast zeitgleich spielt die Schwelmer Profimannschaft (mit dem Ex-Wulfener Thomas Reuter) beim ProB-Schlusslicht ETB SW Essen. Daher ist nicht sicher, ob die Doppellizenzspieler wie Spielmacher David Ewald (Jg. 99) oder Paul Giese (Jg. 97) in Essen für die Baskets oder in Schwelm für die TG Rote Erde spielen. Moses Kazembola und Jan Luca Göttker (beide Jg. 99) stehen ebenfalls im ProB-Kader, sahen in dieser Saison dort aber noch keine Minute. Bei ihren Niederlagen in Barop und in Werne waren die Schwelmer nicht komplett. Dennoch hat Trainer Robin Singh eine starke Mannschaft beisammen. Sebastian Schröter ist als Center Dreh- und Angelpunkt. Der frühere Waltroper hat bereits für Herten, Essen und Schwelm in der 2. Bundesliga als Leistungsträger gespielt. Auch Mirko Krieger sammelte schon Zweitliga-Luft, war im Vorjahr für die hauchdünne BSV-Niederlage in Schwelm mitverantwortlich. Dominik Stadolski verfügt wie Krieger über einen guten Distanzwurf. Die beiden Hagener Routiniers Giovanni Palopoli und Benjamin Rust gehören ebenso zu den besten Spielern der Liga. Benni Rust, einst Erstliga-Spieler für Brandt Hagen und Schwelm, wurde vor wenigen Tagen aber schon 39 Jahre alt. Vier Jahre jünger ist 2,07-m-Powerforward Sebastian Schröter.

Auf das BSV-Team und Trainer Predrag Radanovic wartet also die nächste hohe Hürde. Die Schwelmer wollen um die Meisterschaft mitspielen, haben vor dem BSV die drittbeste Defense der Liga. Da kommt die aktuelle Verletzung von Wulfens US-Spielmacher Bryant Allen zur Unzeit. Ob der Amerikaner auflaufen kann, wird sich erst kurz vor dem Spiel entscheiden. Auch Center Tim Terboven ist immer noch nicht wieder im Training und fehlt. So ist es durchaus denkbar, dass Steffen Piechotta und Kreshnik Gashi auf der Pointguard-Position aushelfen müssen, entsprechend wurde in Wulfen unter der Woche schon trainiert. Ein Vorteil ist, dass BSV-Trainer Radanovic immer mindestens zehn gesunde Spieler beim Training hat. Zudem hat der BSV den Gegner beim Spiel in Barop beobachten lassen - allerdings war die TG damals nicht in Bestbesetzung.

Auch wenn die Münsterland Baskets am Samstag keinen Fanbus einsetzen, hofft das Team auf lautstarke Unterstützung von den Rängen. In der engen Schwelmer Halle kann das ein Vorteil sein. Nur 18 Stunden nach dem Auftritt in Schwelm ist der BSV erneut gefordert, spielt im Achtelfinale des WBV-Pokals auswärts beim Oberligisten TuS BW Königsdorf (16:30 Uhr in Frechen, Sporthalle der Realschule Frechen, Zum Kuckental). Dort fällt mit Lukas van Buer ein zweiter "big man" aus, so dass Thorben Vadder und Milan Juskovic mehr zu tun bekommen. Kurzfristig entscheidet sich, ob Routinier Philipp Lensing oder Jannik Korte aus der zweiten Mannschaft mitwirken. Auch die TG Rote Erde Schwelm steht noch im WBV-Pokal, spielt am Sonntag um 18 Uhr zu Hause gegen die Erftbaskets aus Bad Münstereifel.

Main Page Contacts Search