Ruhrgebiet. Nach zwei spielfreien Wochenenden im neuen Jahr startet die U19-Bundesliga-Auswahl der Metropol Baskets Ruhr am Sonntag (20.1., 14:30 Uhr, Helmholtz-Gymnasium Essen-Rüttenscheid, Rosastr. 83) mit einem Heimspiel ins Jahr 2019. Die „Operation Playoff“ bringt dem Kooperationsteam von ETB SW Essen, Citybasket Recklinghausen und AstroStars Bochum sowie der Juniorpartner BSV Wulfen, Sterkrade 69ers und RuhrBaskets Witten zwei richtungsweisende Heimspiele gegen den Tabellenletzten BG Göttingen Juniors (20.1.) und Verfolger Roth Energie BBA Gießen 46ers (27.1., 13 Uhr, Vestische Arena Recklinghausen). 

Luca Gerke fehlte im Hinspiel in Göttingen, am Sonntag dürfte er wieder dabei sein.

Die Metropol Baskets hatten sich mit einer bitteren Heimniederlage gegen Tabellenführer Frankfurt in die Winterpause verabschiedet. Die Frankfurter selbst kassierten allerdings zum Start ins neue Jahr ihre erste Saisonniederlage zu Hause im Hessenderby gegen Gießen. Ihr vorgezogenes Match gegen Göttingen vor einer Woche dominierten die Frankfurter dann aber wieder mit 110:61. Frankfurt hat dadurch zwei Spiele mehr auf dem Konto als Metropol. Die Ruhrgebiets-Auswahl hat seinen zweiten Platz inzwischen an Bayer Leverkusen verloren, das zum Jahresende und zum Jahresbeginn jeweils knapp gegen Phoenix Hagen Juniors gewann. Dadurch ist die Tabelle aktuell verschoben. Geraderücken können die Metropol Baskets Ruhr diese nur durch Siege. Ein erster soll am Sonntag gegen Göttingen gelingen. 

Die Mannschaft vom Trainertrio Thorsten Morzuch, Petar Topalski und Yannick Foschi ist gegen die Niedersachsen klar favorisiert. Der Erstliga-Nachwuchs aus Göttingen konnte noch kein einziges Match gewinnen. Die Veilchen steuern angesichts eines 6-Punkte-Rückstandes auf das rettende Ufer dem sicheren Abstieg aus der Nachwuchs-Basketball-Bundesliga (NBBL) entgegen. Die Ambitionen von MBR sind komplett andere: Ziel ist das Erreichen der Playoffs, dazu muss mindestens Platz vier in der Hauptrundengruppe her. Fünf Siege aus acht Spielen sind dazu vonnöten. Ein Wiedersehen gibt es mit Niclas Hürland, der in der JBBL noch für Metropol gespielt hatte. Der Dorstener studiert in Göttingen und steht im NBBL-Kader.

Der Dorstener Niclas Hürland (Mitte) spielt für Göttingen, beim Hinspiel begrüßten ihn die beiden Wulfener Semih Sehovic (l.) und Simon Landwehr.

Das Hinspiel in Göttingen gewannen die Metropol Baskets Anfang Dezember nach hartem Kampf mit 87:74. Damals standen den Trainern aber einige Leistungsträger nicht zur Verfügung. Am Sonntag in Essen können die Coaches aber wieder aus dem Vollen schöpfen. Lediglich Flügelspieler Din Pobric ist nach einem Bänderriss auf Eis gelegt. Wieder fit ist dafür Aufbauspieler Valentin Bredeck. Auch Nils Peters, der im Topspiel gegen Frankfurt schmerzlich vermisst wurde, ist wieder einsatzbereit. Mit Kapitän Erik Neusel, Co-Kapitän Philipp von Quenaudon und Topscorer Alexander Winck gibt es nur drei Akteure im Kader, die alle bisherigen acht Spiele bestritten. Ins Training zurückgekehrt ist auch Center Leo Kröner, der wegen einer Fußverletzung mehrere Wochen hatte pausieren müssen.

Alles andere als ein Heimsieg in Essen wäre für Metropol eine einzige Enttäuschung. Vielmehr muss die Mannschaft aus dem Ruhrgebiet gut aus der Winterpause kommen und das Göttingen-Match als Vorbereitung auf das wichtige Gießen-Spiel in einer Woche in Recklinghausen nutzen.

Main Page Contacts Search