BSV Wulfen 2 vs FC Schalke 3: 90-93 (39-33; 66-66)

Leider Gottes hat die Mannschaft von Martin Gruczyk einen weiteren großen Erfolg auf dem Weg zum Klassenerhalt verpasst. Gegen den FC Schalke, der mit lediglich sechs Leuten angereist war, ab der zweiten Halbzeit mit fünf Spielern und in der letzten Verlängerung sogar nur mit vier Spielern agierte, schaffte man es zu keiner Zeit sich abzusetzen. Im ersten Viertel erwischte man einen guten Start, kam aufgrund einer geduldigen Spielweise, gegen die Zonenverteidigung der Gäste, zu guten Würfen sowohl von draußen als auch aus der Mitteldistanz, wie auch zu guten Möglichkeiten am Brett zu punkten. Das 10:3 nach 4 Minuten ließ die Hoffnungen steigen, sich an diesem Nachmittag durchsetzen zu können. Vor allem Spielertrainer Martin Gruczyk erwischte einen starken Start. In der Verteidigung stand man zu Beginn kompakt, rotierte gut und zwang die Gäste zu schwierigen Würfen. Mit einem 19:10 legte man ein gutes erstes Viertel hin.

In Viertel Nummer zwei konnte man sich weiter auf Martin Gruczyk verlassen. Der Aufbau scorte zuverlässig von draußen und konnte sich mit seinem Zug zum Korb durchsetzen. Auf der anderen Seite bekam man Aufbauspieler Tim Kähler nicht wirklich in den Griff, der zum einen seine Gefährlichkeit von draußen, als auch, ebenso wie der erwähnte Martin Gruczyk, seine Geschicklichkeit beim Zug zum Korb ausspielte. Alexander Spieckermann stand seinem Kollegen zur Seite und präsentierte den Wölfen seine Gefährlichkeit von draußen. Jedoch begab man sich mit Ablauf der ersten 20 Minuten 39:33 Führung in die Kabine. Man erinnerte sich nochmal an den Gameplan. Anschließend passierte im nachfolgenden dritten Spielabschnitt nicht allzu viel. Beide blieben ihrem Spielstil treu, spielten weiter ihre Systeme durch kamen jedoch nicht mehr allzu leicht zu ihren Punkten, wie noch in Halbzeit eins.   

Das letzte Viertel sollte ein echter Fight werden. Die Wölfe zeigten sich bissig in der Verteidigung, vergaben mehr Fouls, sodass die Schalker sechs ihrer sechzehn Punkte von der Freiwurflinie erzielten. Von draußen fiel für die kämpfenden BSV-Akteure gar nichts mehr rein, egal wie oft man es auch versuchte. Daher verlegte man den Fokus mehr und mehr auf die Penetration Richtung Korb, da auch die Kräfte bei den dünn besetzen Gelsenkirchenern nachließen. Doch offensiv hatten sie weiterhin immer eine Antwort parat. In der 39. Minute kamen die Königsblauen durch ihren Topscorer Tim Kähler, mit dem 65:64, zur ersten Führung der Partie. Kehrer ging anschließend, wie die Wulfener Marten Olenik und Jannik Korte, nochmal an die Freiwurflinie und hatte die Möglichkeit die Führung auszubauen, traf jedoch, wie Jannik Korte für die Wulfener, nur einen von zwei Freiwürfen. Marten Olenik hingeben bewies Nervenstärke, verwandelte beide Freiwürfe und brachte seine Mannschaft so in die Verlängerung.

Es hieß nochmal alle Kräfte mobilisieren und kämpfen bis zum umfallen. Beide Mannschaften wollten diesen wichtigen unbedingt. Ähnlich wie beim S04 bereits im vierten Viertel, wurden die Punkte fast ausschließlich von der Freiwurflinie erzielt. Jedoch gab es auch nach 45 Minuten noch keinen Sieger (75:75). Diese Ausnahmesituation belastete beide Mannschaften sehr. Die Nerven wurden strapaziert, dem Körper wurde alles abverlangt. Das merkte man den Spielern auch an. Die Zielgenauigkeit ließ nach, teilweise auch die Konzentration. So kam es zu einem 6:6 in der zweiten Verlängerung, sodass man noch weitere fünf Minuten fighten und zittern musste. 

In der dritten Verlängerung kam es zu einer Situation, die man beim Basketball auch nicht allzu häufig sieht. Aufgrund das den Schalkern nur noch fünf einsatzfähige Spieler zur Verfügung standen und Spieckermann sein fünftes Foul kassierte, hieß es nun, zum eigentlichen Vorteil der Gastgeber, dass man mit 5 gegen 4 weiterspielen würde. Doch davon ließen sich die Routinierten Knappen nicht beeindrucken. Sie spielten ihre Erfahrung aus und kamen auch in Unterzahl immer wieder zu gut herausgespielten Würfen, die sie konstant trafen. Am Ende steht eine weitere knappe und damit die neunte Saisonniederlage zu buche.

BSV: Kleine-Sender, Olenik (14), Beckmann (4), Gruczyk (26), Schrudde (6), Landwehr, Plumpe, Korte (20), Verhülsdonk, Galvez-Braatz (8), Wiebe (12), Pawlak. S04: Spieckermann (30), Müller (6), Jablonowski, Kähler (35), Schlecht (20), Groh (2).

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