Jedes Derby ist ein besonderes Spiel, vor allem zwischen der BG Dorsten und dem BSV Wulfen. Bereits im Hinspiel merkte man, dass nicht nur die Emotionalität ein Faktor ist, sondern auch die besonders aggressive Spielweise. Der Beginn der Partie gehörte zunächst den Gastgebern. Vor allem Yannik Kröller-Fernandez fand auf Seiten der Gastgeber gut in die Partie. Die ersten sechs Punkte des Spiels gingen auf sein Konto (6:2,2. Minute). Die Mannschaft von Martin Gruczyk schien anschließend aufgewacht zu sein. Offensiv präsentierte man sich nun mit guter Penetration zum Korb und erarbeitete sich immer wieder Freiwürfe, sodass man in der sechsten Minute wieder zum 8:8 ausgleichen konnte. Vier von acht wurden genutzt, am Ende sollte man merken, dass jeder einzelne Punkt, jeder Freiwurf zählt und entscheidend sein kann.

Der Beginn des zweiten Viertels verlief für die Wölfe dann alles andere als optimal. Die BG kam durch zu große Lücken in der Verteidigung der Wölfe oft zu recht leichten Punkten und traf zudem auch die Würfe von draußen. Selber hatte man Schwierigkeiten bis zum Korb durchzukommen, zeigte in dieser Phase viel Respekt vor den „großen“ Dorstenern.  Auf der anderen Seite schöpften die Gastgeber aus den defensiven Erfolgen Selbstvertrauen für die Offensive und verschaffte sich langsam aber sicher ein ganz kleines Polster. Nachdem sich die Gastgeber bis auf 30:17 (14.) absetzen konnten, starteten die Wulfener-Akteure einen 14:3-Run, mit welchem man sich zur Halbzeit wieder herankämpfen und weiter hoffen konnte. In der ersten Halbzeit gelang lediglich ein(!) erfolgreicher Dreier, jedem war klar, dass man, will man das Spiel gewinnen, in der zweiten Halbzeit eine bessere Trefferquote von draußen benötigt.

Man merkte in den ersten Minuten von Viertel Nummer drei direkt, dass die Partie wahrscheinlich bis zum Ende wahnsinnig eng bleiben würde. Im Laufe der Saison stellte sich das dritte Viertel bisher oft als Problemviertel heraus, was sich an diesem Nachmittag jedoch nicht bestätigte. Beide Mannschaften hatten immer wieder die passende Antwort auf die Aktionen des Gegners. Die 41:35 für die BG in der 25. Minute sollte ab sofort bis Spielende die deutlichste Führung einer der beiden Mannschaften bleiben.

Das letzte Viertel sollte absolute Spannung garantieren. Beim Stand von 48:47 für die BG Dorsten war für beide Mannschaften alles möglich. Felix Verhülsdonk, der eine gute Partie machte, brachte den BSV mit 49:48 in Front. Doch es setzte sich weiter fort, dass beide Mannschaften immer wieder eine Antwort auf den Erfolg des Gegners fanden. Tim Kuhlmann erzielte fünf seiner sechs Punkte Mitte des letzten Viertels und setzte scherzhafte Nadelstiche, von denen sich das Team von Martin Gruczyk jedoch erholen konnte. Christian Pawlak, der in Holsterhausen seine Saisonbestleistung erzielte, brachte die Wölfe in der 40. Minute per And-One auf 59:62 heran und sorgte dafür, dass seine Mannschaft in Schlagdistanz blieb. Die Wölfe wollten nun die Zeit per Fouls stoppen, doch die Gastgeber behielten die Nerven an der Freiwurflinie. Selber hatte man im letzten Angriff noch die Möglichkeit, mit einem Dreier in die Verlängerung zu kommen, konnte diesen jedoch nicht verwandeln.

BSV: Kleine-Sender, Olenik (6), Gruczyk (19), Beckmann (7), Klatt, Korte (5), Verhülsdonk (9), Galvez-Braatz, Pawlak (14). BGD: F. Kröller-Fernandez (10), Sinnathamby (3), Korb, Kahlert (8), Vedder, Köcher, Kuhlmann (6), Drescher, Y. Kröller-Fernandez (19), Besta (8), Eißing (9).

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