Ein Schlagerspiel jagt das nächste: In der dritten Runde des WBV-Pokals haben die Männer des BSV Wulfen zum zweiten Mal in der laufenden Pokalsaison Heimrecht. Am Totensonntag, 25. November, empfangen die Münsterland Baskets den Ligarivalen TuS 59 HammStars in der Wulfener Gesamtschulhalle. Sprungball ist um 19 Uhr, da am letzten Sonntag des Kirchenjahres in Nordrhein-Westfalen bis 18 Uhr Sportverbot herrscht.

Das Duell zwischen Wulfen und Hamm hatte im September schon einmal den Atem mancher Basketballfans zum Stocken gebracht. Zum Saisonstart in der 2. Regionalliga Westfalen brach in Hamm erst ein Korb, ehe das Spiel dann mit einstündiger Verspätung begonnen werden konnte. Der BSV überrannte den letztjährigen Oberliga-Meister, um die HammStars dann doch wieder herankommen zu lassen. Erst nach zweifacher Verlängerung war das hochklassige Spiel entschieden, Wulfen gewann 114:107 - ein historisches Match. Es war das erste Spiel des TuS 59 Hamm in der WBV-Regionalliga.

Der BSV Wulfen hat davon schon einige mehr bestritten, spielt seit den 1980er Jahren auf diesem Niveau. Der Emporkömmling aus Hamm hat dem BSV aber nicht nur im Titelrennen der 2. Regionalliga den Kampf angesagt. Auch im WBV-Pokal sind die Hammer nach ihren Erfolgen im Vorjahr auf den Geschmack gekommen. Erst im Viertelfinale unterlag Hamm der damals noch zwei Klassen höher spielenden BG Dorsten mit 87:101. Ausgerechnet Dorsten, der Ex-Club von Hamms Trainer Ivan Rosic. Aus Dorsten haben die HammStars mit dem 18-jährigen Rückkehrer Jason Fabek vor wenigen Tagen auch ihren letzten Neuzugang verpflichtet.

Seit dem denkwürdigen 114:107 in der Meisterschaft hat sich aber auch beim BSV personell einiges getan: Kapitän Kreshnik Gashi ist längst wieder fit, auch Center Thorben Vadder wird am Sonntag mit von der Partie sein. Beide hatten im September noch gefehlt. Dafür fallen diesmal aber Milan Juskovic (Schulter) und Tim Terboven (Rippenbruch) aus. Im Pokal kann Yannik Korte nachnominiert werden, er hatte auch in den ersten beiden Runden gegen die Oberligisten Telgte und Derne im Kader von Predrag Radanovic gestanden. Daher muss Routinier Philipp Lensing (38) wohl eher kein Trikot überstreifen. Youngster Semih Sehovic war zuletzt angeschlagen, auch hinter seinem Einsatz steht ein Fragezeichen.
 

Hamm bringt neben seinem US-Spielmacher Kevin Donahue (20 Punkte gegen Wulfen im September) auch zwei Ex-Wulfener mit: Der Litauer Lukas Kazlauskas war beim 107:114 mit 34 Punkten überragender Hammer. Jonas Kleinert, im Sommer von Wulfen nach Hamm gewechselt, ist ebenfalls an alter Wirkungsstätte gefordert. Im Meisterschaftsspiel punkteten auch noch Kapitän Dennis Wirtelarz (18) und Center Genjac (15) zweistellig. Die starting five der Hammer ist absolut titelwürdig, von der Bank kommt mit Junioren-Nationalspieler Erik Brummert, dem Griechen Ioannis Stivachtis oder Rückkehrer Niklas Keilinghaus ebenfalls Qualität.

Der BSV geht dennoch mit breiter Brust in die Partie, ist in Meisterschaft und Pokal in dieser Saison noch ungeschlagen. Der WBV-Pokalsieger von 1991, 2004, 2010 möchte nur zu gerne wieder ins Achtelfinale des Pokals einziehen. Vor einem Jahr scheiterte der BSV an Erstregionalligist Ibbenbüren, vor zwei Jahren im Viertelfinale an den Hertener Löwen. Natürlich wird das Meisterschaftsduell mit den HammStars an gleicher Stätte im Januar 2019 für den Verein wichtiger sein - aber eine kleine Duftmarke gegen das Rosic-Team kann auch im November nicht schaden. Hinweis für alle Dauerkarten-Inhaber: Die BSV-Jahreskarten sind auch im Pokal gültig.

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