Mit einer überragenden Leistung hat der BSV Wulfen das Achtelfinale des WBV-Pokals erreicht. Am Sonntagabend schossen die Wölfe den Liga-Rivalen TuS 59 HammStars mit 102:75 (58:45) förmlich aus der Gesamtschulhalle. Damit steht der Pokalsieger von 1991, 2004 und 2010 im Achtelfinale des Landespokals. Diese Runde wird noch vor Weihnachten ausgespielt. Der Fokus vom Radanovic-Team liegt aber wieder auf dem Ligabetrieb. Dort gastiert der BSV am Samstag um 20:30 Uhr beim Kreisrivalen GV Waltrop. Ein Wulfener Fanbus fährt am Samstag um 19 Uhr ab Mergen (B58/Auf der Lehmkuhl). Anmeldungen an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!.

Vor über 300 Zuschauern in der Wulfener Halle hielt der Pokalknaller im ersten Viertel, was er versprochen hatte. Die Führung wechselte elfmal, neunmal stand es unentschieden. Zum 34:31 aus Wulfener Sicht steuerte der überragende US-Spielmacher Bryant Allen sagenhafte 22 Punkte bei. Der 28-jährige Linkshänder traf aus allen Lagen mit einer Quote von fast 80 Prozent. Die ersten Minuten im zweiten Viertel gehörten dann Allens Juniorpartner Alexander Winck. Der 18-Jährige war nicht zu stoppen und sorgte mit neun Punkten bis zur 14. Minute für das 48:37 aus BSV-Sicht. Auch Marcel Gorontzi scorte konstant - Wulfens tiefe Bank war Garant des Erfolgs. In der 16. Minute dann eine Schlüsselszene: Hamms US-Spielmacher Kevin Donahue kassierte ein technisches Foul, sein viertes persönliche Foul. Da er im ersten Viertel bereits einen Fastbreak unsportlich gestoppt hatte, wurde er für das weitere Match disqualifiziert. Fortan musste der Litauer Lukas Kazlauskas das Aufbauspiel der HammStars dirigieren. Und die BSV-Verteidigung hatte den Ex-Wulfener sehr gut im Griff. Kazlauskas beendete das Spiel mit nur 10 Punkten.

Obwohl kaum Lücken da waren, nutzten die Wölfe jede einzelne und erlegten die Hamster.

Und Wulfen spielte sich nach der Pause in einen Rausch: Marcel Gorontzi, Steffen Piechotta, Lukas van Buer sowie Patrik Paschke und Bryant Allen aus der Distanz schraubten das Ergebnis von 62:53 auf 84:56 - der 22:3-Lauf war mehr als eine Vorentscheidung. Im Schlussviertel war es für den BSV dann nur noch ein Schaulaufen. Predrag Radanovic gab seinen Youngstern Semih Sehovic (18 Jahre) und Jonas Brozio (15 Jahre) Spielminuten, auch Jannik Korte aus der zweiten Mannschaft durfte noch ran. Brozios Korb aus der Mitteldistanz wurde von den Fans gefeiert, Sehovic machte das Ergebnis dreistellig. Korte stellte mit dem 102:70 (39.) den höchsten Abstand zu den resignierenden Gästen her. Der Wulfener Erfolg ist umso höher zu bewerten, da mit Tim Terboven, Christian Dreißig und Milan Juskovic drei Stammspieler verletzt oder krank fehlten.

Nun sollen in der Liga bis Weihnachten drei Siege in Waltrop, gegen Werne und in Schwelm her. Danach kommt es zum Achtelfinale im WBV-Pokal. Nicht erst seit Sonntag ist der BSV auf den Geschmack gekommen und wartet gebannt auf die Auslosung.

BSV: Patrik Paschke (11/3), Alexander Winck (9/1, 6 Reb., 5 Assists), Jonas Brozio (2), Marcel Gorontzi (17/1), Bryant Allen (30/6, 8 Reb., 5 Assists, 6 Steals), Kreshnik Gashi, Jannik Korte (2), Philipp Lensing (5, 7 Reb.), Semih Sehovic (6), Thorben Vadder (2), Lukas van Buer (6, 7 Reb.), Steffen Piechotta (12/1, 4 Assists). HammStars: Stivachtis (2), Donahue (5/1), Brummert (2), Keilinghaus, Genja (14/1, 8 Reb.), Kleinert (6), Wirtelarz (26/3, 5 Reb.), Knörig, Kazlauskas (10/1, 5 Assists), Fabek (6/2), Assor (4). 

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