‚Wenn nicht jetzt, wann dann?!’

Wulfen. Getreu dem WM-Song der Höhner beendete der BSV Wulfen rechtzeitig eine Serie von zuletzt drei desolaten Niederlagen in Folge und besiegt den Kreis-Rivalen vom GV Waltrop am Samstag Abend vor 678 Zuschauern in der Wulfener Gesamtschulhalle mit 93:82 (50:36).

In einem immer spannenden Lokalderby siegte der Basketballverein aus dem Dorstener Norden verdient und macht so einen wichtigen Schritt Richtung Klassenerhalt. Zwar fehlenden der Mannschaft von Trainer Markus Zöllner noch zwei Siege um die geforderten 20 Pluspunkte zu erreichen, aber nach gestern Abend zweifelt niemand mehr am Verbleib in der höchsten deutschen Amateurliga.

0607_bsv_waltropMit einer durchweg geschlossenen Mannschaftsleistung und einer Einstellung, die gegenüber dem Kontrahenten aus Waltrop „deutlich mehr Siegeswillen“ (GV-Trainer Boris Kaminski) vermuten ließ, konnte sich der BSV zwar zwischenzeitlich klar absetzen und so in der 24. Minute beim Stand von 62:46 gar mit 16 Punkten führen. Doch in der entscheiden Phase, als GV-Akteur Christian von Witzleben seinen Club mit 16 Punkten (2 Dreier) von 55:42 (22. Minute) bis auf 64:61 (29. Minute) wieder heran brachte, hielt der BSV erneut dagegen. Angeführt von einem überragenden Verteidiger Philipp Kappenstein, der den hochgelobten Norris Weintz bei zwei Feldkörben hielt, stemmte sich der BSV Ende des dritten/Anfang des vierten Viertels gegen die aufkommende Kaminski-Truppe. Eine 10:0 Serie (30. bis 32. Minute) machte da dann klar: hier wird Waltrop heute nichts holen!

Und das, obwohl da bereits seit der 26. Spielminute BSV-Kapitän Pilipp Lensing mit der Foul-Höchstzahl auf der Bank platznehem musste. Er haderte nicht nur mit einem der beiden Unparteiischen, sondern musste ihm das auch noch auf die Nase binden und so kam in besagter Spielminute zu seinem vierten persönlichen Foul das fünfte („T“) gleich dazu. Sein fehlen kompensierte U20- und Landesliga-Center Karsten Heidermann mehr als eindrucksvoll: „Karsten hat die Trainingseindrücke der letzten Wochen bestätigt! Und das freut mich für ihn ungemein!“, so ein glücklicher Trainer Markus Zöllner nach dem Spiel. So hatte Waltrop sich eigentlich auf die Fahne geschrieben, die US-Achse Stearns/Condill/Cole zu stoppen. Angesichts der Punkteausbeute war das allerdings lediglich bei Luke Condill geglückt.

Stationen: 11:8 (5. Minute), 20:15 (9.), 26:19 (10.), 31:19 (13.), 34:25 (15.), 34:30 (15.), 43:30 (18.), 50:36 (20.), 55:42 (22.), 62:46 (24.) 62:59 (28.), 70:62 (30.), 76:67 (36.), 81:69 (38.), 87:77 (39.), 93:82 (40.)

Statistik:

BSV Wulfen: Stearns (28/4 Dreier), Condill (5), Heidermann (1), Bentzin, Gashi, Cole (30/4), Kleina (16), Kappenstein (11), Looks, Lensing (2), Stagneth

GV Waltrop: Smazal (8), Bündler, Großerhode, Kehl (13/2), Günsal, Cooper (11), Heptner (3/1), Sonntag, Weintz (12), Benthaus, Lehmann (10/2), von Witzleben (25/3).

Schiedsrichter: Günter Bröckelmann, Dortmund und Michael Giesser, Ennepatal


Zuschauer: 678

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