Lange hielt der BSV Wulfen im Auswärtsspiel beim Aufsteiger GV Waltrop gut mit, doch am Ende gab es für die Münsterland Baskets eine 60:68 (32:34)-Niederlage. Damit bleibt Wulfen auf dem 6. Tabellenplatz der 2. Regionalliga Westfalen. Die besserplatzierten Waltroper und Schwelmer Baskets wird Wulfen an den letzten vier Spieltagen wohl nicht mehr einholen. Stattdessen hat der BSV die punktgleichen Reserveteams des UBC Münster und der Paderborn Baskets im Nacken. Beide sind die kommenden BSV-Gegner am 3.3. in Wulfen (Münster) und am 10.3. in Paderborn.

Dass es in Waltrop schwer werden würde für das Team von Marsha Owusu Gyamfi, war vor der Begegnung klar. Center Thorben Vadder (krank) und Aushilfs-Powerforward Marcel Gorontzi (verletzt) fehlten, so dass die ganze Centerlast auf Wulfener Seite auf Lukas van Buer und Janniik Korte lastete. Lukas van Buer musste fast das gesamte Spiel gegen GV-Routinier Stefan Fürst ran, der einst mit Herten und Recklinghausen in der 2. Bundesliga spielte. Als van Buer dann in der 36. und 37. Minute seine Fouls Nummer 4 und 5 kassierte - beide Entscheidungen zumindest umstritten - und vom Feld musste, hatte Fürst freie Bahn. Wulfens Aufbauspieler Alexander Winck (18 Jahre, 1,93 m) als längster verbliebener BSV-Akteur musste nun gegen den doppelt so alten und acht Zentimeter längeren Stefan Füst (36, 2,01 m) verteidigen. Der Routinier markierte die Waltroper Punkte zum 61:56 (37.), 65:56 (38.) und 67:56 (39.) - die Entscheidung.

Die ersten beiden Viertel hatte Waltrop jeweils hauchdünn mit 15:14 und 19:18 gewonnen. Beim 34:32 für Waltrop war zur Halbzei noch nichts entschieden, auch beim 39:35 (23.) noch nicht. Dann hatte Wulfen seine beste Phase des Spiels. Lukas van Buer am Brett, Jonas Kleinert und Kreshnik Gashi per Dreier sowie Gashi an der Freiwurflinie drehten das Match. Wulfen führte unter dem Jubel seiner mitgereisten Fans mit 44:39. Und diese Führung hatte auch am Ende des dritten Viertels noch Bestand (48:47), obwohl Marsha Owusu Gyamfi wieder "Jugend forscht" aufs Feld geschickt hatte. U16-Spieler Jonas Brozio, U18-Spieler Lakki Sinnathamby und Felix Brinkschulte sowie Jannik Korte (22) standen in dieser Phase zusammen mit Felix Riedel bzw. Patrik Paschke auf dem Parkett - und machten ihre Sache gut.

Im Schlussviertel zog Waltrop dann aber entscheidend davon. Der BSV leistete sich zu viele Fahrkarten aus dem Feld und an der Linie, produzierte auch überflüssige Ballverluste. Das war vor einer Woche in Werne noch anders. Der Kleinert-Dreier zum 56:59 war ein letzter Hoffnungsschimmer. Aber dann musste Lukas von Buer mit dem 5. Foul vom Feld. Letztlich ergab sich die BSV-Niederlage aber aus einer Wurfquote von nur 24 Prozent (17 von 70) und zehn verworfenen Freiwürfen (14 von 24). Allerdings stand eine der jüngsten Wulfener Mannschaften der vergangenen 25 Jahre auf dem Feld - Exakt 22 Jahre betrug das Durchschnittsalter der BSV-Ersten am Samstag. Nur Kreshnik Gashi (33), Patrik Paschke (31) und Felix Riedel (27) waren in Waltrop älter als 22 Jahre. Zum Vergleich: Waltrop bot ein Team im Durchschnittsalter von 28,3 Jahren auf.

BSV: Paschke (10/2), Winck (12, 11 Reb., 5 Assists), Brinkschulte, Sinnathamby (2), Gashi (12/3, 7 Reb.), Brozio, Korte (3), Riedel (5/1, 3 Steals), van Buer (9, 9 Reb.), Kleinert (7/2).    

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