Die Regionalliga-Basketballer des BSV Wulfen konnten dem Spitzenreiter der 2. Regionalliga Westfalen, TSV Hagen 1860, kein Bein stellen. Beim 68:81 (29:36) vor 250 Zuschauern in der Wulfener Gesamtschulhalle kassierten die Wulfener ihre zweite Heimniederlage der Saison, und mit der achten Niederlage insgesamt bleiben die Münsterland Baskets im Tabellenmittelfeld stecken. Da der Aufstiegstraum in Wulfen bereits ad acta gelegt worden war, ging es am Samstag nur noch darum, die eigenen Talente weiterzuentwickeln.

Das gelang, denn Trainerin Marsha Owusu Gyamfi konnte sechs U20-Akteuren Einsatzzeiten geben, mit Jonas Kleinert, Lukas van Buer und Alexander Winck standen auch drei U20-Akteure in der starting five. Später bekamen die U18-Akteure Felix Brinkschulte und Lakki Sinnathamby sowie in der Schlussminute U16-Spieler Jonas Brozio ebenfalls Minuten. Mit 33 von 68 Punkten waren die Youngster auch fast für die Hälfte der Wulfener Offensivausbeute verantwortlich.

Dass es dennoch nicht zur Überraschung gegen den Tabellenführer reichte, lag an verschienen Faktoren. Ihre Größenvorteile am Brett mit Thorben Vadder und Lukas van Buer konnte der BSV nur selten effektiv nutzen. Zudem gab es Phasen, in denen einfach zu viele Ballverluste die Hagener ins Spiel brachten. Nach einem 15:12 im ersten Viertel lag der BSV nach 15 Minute durch einen Brinkschulte-Korb - bejubelt von zahlreichen Zuschauern der Letter Baskets aus Coesfeld - mit 23:20 vorne. Doch dann unterliefen dem Team reihenweise Turnover, so dass es vier Minuten später 25:36 hieß. Thorben Vadder mit seinem ersten Korb stellte das 29:36 zur Pause her. Offensiv scorte nur Jonas Kleinert konstant. Kreshniik Gashi hatte mit der Bewachung von Hagens US-Amerikaner Jordan Rose alle Hände voll zu tun und blieb ohne Punkt.

Die Letter Baskets zu Gast beim BSV Wulfen.
Die Letter Baskets zu Gast beim BSV Wulfen.

Das änderte sich nach dem Seitenwechsel, als Gashi aus allen Lagen traf und Hagens Trainer Martin Miethling zu der ein oder anderen Auszeit zwang. 37:42 (23.), 47:54 (28.) oder 54:65 (32.) hieß es nach Gashi-Treffern. Aber wirklich in Schlagdistanz kam Wulfen nicht mehr, denn immer wieder taten sich in der Wulfener Verteidigung große Lücken auf. Und immer wieder waren die Gäste im Angriff einen Schritt schneller als der BSV. So war in der 34. Minute beim 54:74 die Messe eigentlich gelesen. Alex Winck von außen, Lukas van Buer und Jannik Korte an der Linie, zweimal Patrik Paschke und Kreshnik Gashi mit seinem fünften Dreier in Halbzeit zwei brachten Wulfen noch einmal auf 65:76 heran. Aber der Tabellenführer mit seinem Dreh- und Angelpunkt Jordan Rose (22 Punkte) brachte den Sieg souverän ins Ziel. Einen Importspieler konnte der BSV am Samstag nicht aufbieten. Connell Crossland, der Wulfen in Kürze verlassen wird, saß in zivil auf der Bank. Der Slowene Peter Marcic gehört dem Kader bereits nicht mehr an.

Der BSV hat erst in vier Wochen wieder ein Heimspiel, dann gegen den UBC Münster 2. Ein weiterer Absturz in der Tabelle soll vermieden werden, aber die Aufgabe ohne US-Spieler ist nicht einfach.

BSV: Paschke (9), Winck (5/1), Brinkschulte (2), Gorontzi, Sinnathamby, Gashi (17/5), Korte (3), Brozio, Riedel, Vadder (6), van Buer (11), Kleinert (15/1). 

TSV: Scheller (6/1), Brück (15/1), Breu (5), Howad, M. Dukatz (8), P. Dukatz (5/1), Babic (14), Schäfer, Rose (22/3), Overhoff (5), Kultas.

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