Selten zuvor standen die Regionalliga-Basketballer des BSV Wulfen so nah vor einem Sieg in Dortmund. Doch zum Saisonauftakt der 1. Regionalliga verlor der Drittligist aus dem südlichen Münsterland am Samstagabend beim Zweitliga-Absteiger SVD Dortmund mit 70:72 (40:38) – und wartet in diesem Jahrtausend weiter auf den ersten Erfolg in der Westfalen-Metropole. Nun soll am kommenden Samstag zur Saison-Heimpremiere in der Gesamtschulhalle ein BSV-Sieg her. Zu Gast sind am 1.9. um 20 Uhr die Bergheim Bandits.

 

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über weite Strecken hatte der BSV
in Dortmund die Nase vorn
Dass der BSV nicht mit einem Auswärtssieg in die Saison gestartet ist, muss er ganz alleine sich selbst ankreiden. Bei den Freiwürfen versagten die Wulfener auf ganzer Linie, kamen auf eine Quote von indiskutablen 37 Prozent. 17 Freiwürfe verschenkten die BSV-Akteure – einfach zuviel. Zudem leistete sich das Team von Dirk Altenbeck 24 Ballverluste, auch das war zuviel. Diese Quote hatte aber auch einen Grund: BSV-Aufbauspieler Mirko Bregulla, bis zu diesem Zeitpunkt einer der besten Wulfener, verletzte sich Mitte des zweiten Viertels am Knie und schied mit Verdacht auf Meniskusschaden aus. Wie lange er ausfällt, steht noch nicht fest.

 

Dennoch lag Wulfen lange vorne, führte nach dem ersten Viertel 22:17, zur Pause noch 40:38. Auch ins letzte Viertel ging der Gast mit einer 54:53-Führung – eine höhere Führung war leichtfertig verschenkt worden. Im Schlussviertel riss der Zweitliga-Absteiger dann aber doch das Ruder herum, vor allem Kai Friedrich traf plötzlich. Fünf Minuten vor Ende lagen die Derner 65:57 vorne, Dirk Altenbeck brachte mit Routinier Rob Stearns seinen letzten Joker. Stearns sollte wegen seiner Leistenverletzung eigentlich noch geschont werden, blies per Dreier zum 63:67 dann aber zur Aufholjagd. Es reichte nicht mehr.

 

BSV-Coach Dirk Altenbeck war nach der Auftaktniederlage ziemlich zerknirscht: „Wir haben eigentlich alles erreicht, haben Dortmund auf 72 Punkte gehalten. So ein Spiel musst Du gewinnen. Aber mit 37 Prozent Freiwürfen und 22 Turnover sind wir am Ende die Deppen.“ Dass der Coach in der Schlussphase mit einigen Schiedsrichter-Entscheidungen bei Offensiv-Fouls haderte, sollte nicht als Entschuldigung für die Niederlage herhalten: „Die Schiedsrichter waren insgesamt gut. Drei Pfiffe am Ende waren sehr ärgerlich, aber wir haben das Spiel ganz alleine verloren.“  

 

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BSV: Thompson (21/1), Penders, Stearns (3/1), Heidermann, Bakoa, Letailleur (13/2), Scherkamp (4), Kleina (4), Franklin (9), Lensing (5), Stagneth (6) und Bregulla (5/1).

SVD: Johnson (16), Bohnenkamp (2), Korbi (13), Friedrich (11), Krüger (6), Keller (4), Breuker (6), Freienstein (4) und Benson (13).

Schiedsrichter: Michael Giesler (Ennepetal), Marco Behm (Gevelsberg).

Zuschauer: 280.

 
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