Wer die letzten Ergebnisse des JBBL-Teams der Metropol Baskets Ruhr sieht, könnte denken, dass das Team noch in der Vorrunde unterwegs ist. Dabei steht die Mannschaft im Top 16 der U16-Bundesliga – und hat auch dort einen ersten hohen Sieg eingefahren. Mit 96:47 wurde diesmal Higherlevel Berlin besiegt, dabei erwarteten die rund 150 Zuschauer in der Essener Helmholtzhalle einen knappen Playoff-Fight.

Zunächst waren es jedoch die Metropol Baskets, die unter die Räder kamen. Durch einen 0:8-Lauf der Gäste gerat man früh ins Hintertreffen. Doch von nun an waren es die Ruhrpott-Talente, die das Spiel bestimmten. Andreas Altekruse zündete den Turbo und steuerte sechs Punkte dazu bei, dass Metropol das erste Viertel mit einer 18:10-Führung beendete. Zu Beginn des zweiten Viertels entwickelte sich dann ein schnelles Spiel, in dem beide Teams punkten konnten. Berlin bekam den Essener Guard Patrick Liebert nicht unter Kontrolle, während die Metropol-Verteidigung nicht mit den großen Spielern der Gäste klarkam. Kurz vor der Pause übernahm Kapitän Lennard Kaprolat das Ruder und führte sein Team zu einer 43:26-Halbzeitführung.

Dieselben Spieler waren es, die im dritten Durchgang dort ansetzten und den Vorsprung weiter ausbauten. Higherlevel schien wider Erwarten vollkommen überfordert vom enormen Druck und Kampf im Spiel. Ganze 36 Turnover produzierte das Alba-Farmteam, das auf ihren souveränen Guard Max Marangosov verzichten musste. In wenigen Momenten nur ging das Spielkonzept der Gäste auf, größere Läufe wurden von der starken Defensive der Gastgeber sofort unterbunden. So kamen die entmutigten Gäste im letzten Viertel kaum noch zum Zug: mit 29:8 entschied der einzig verbliebene West-Vertreter der JBBL auch dieses deutlich für sich. Immer wieder gingen die Baskets an die Freiwurflinie, dort war die Ausbeute jedoch noch ausbaufähig. Trotzdem ließ das Scoring nicht nach, sodass allen zwölf Akteuren Spielzeit gegeben werden konnte. Besonders eindrucksvoll nutzte diese Christopher Schürk, der sechs Zähler sammelte.

Am Ende hieß es 96:47 für die Metropol Baskets, die damit in der Achtelfinalserie mit 1:0 in Führung gehen. Bereits in zweiten Wochen könnte dann in Berlin-Zehlendorf der Einzug in die nächste Runde perfekt gemacht werden. Noch einmal wird sich Higherlevel jedoch sicher nicht so einfach geschlagen geben, zumal die Schlüsselspieler Marangosov und Hyangho dann vermutlich wieder mit von der Partie sein werden. Bis dahin hat das Metropol-Team Zeit, den Sieg zu feiern – und in den Osterferien weiter hart an sich zu arbeiten.

MBR: Michels (13), Liebert (12), Schürk (2), Severing (0), Altekruse (13), Silic (0), Kaprolat (23), Ibraimov (2), Pobric (10), Vasiliu (13), Dallinga (2), Charfreitag (2).

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