Acht Punkte Vorsprung auf das Verfolger-Trio Werne/Hamm/Schwelm - seit dem 88:77-Heimsieg zum Rückrundenstart gegen die HammStars wird in Wulfen nur noch vom Aufstieg gesprochen. Das ist gefährlich! Zehn Spiele stehen noch aus und sieben Siege brauchen die Basketballer des BSV noch bis zum Gewinn der Meisterschaft. Und daher steht für die Münsterland Baskets am Freitagabend beim Aufsteiger in Iserlohn eine hohe Hürde bevor. Anpfiff ist um 20:30 Uhr in der Sporthalle der Beruflichen Schulen in Iserlohn, Hansaallee 19.

Die Iserlohner tragen ihre Heimspiele freitags aus, um ihre Doppellizenzspieler aus dem ProB-Kader einsetzen zu können. Das sind Viktor Ziring (20), Erik Krumme (19), Jonas Buss (19) und Henri Vaihinger (17). Auch 2,06-m-Center Gabriel de Oliveira (20) darf in der zweiten Mannschaft auflaufen. Da die Iserlohner mit vier Siegen und acht Niederlagen auf dem 10. Tabellenplatz stehen und im Abstiegskampf den Atem vom GV Waltrop im Nacken spüren, rechnet der BSV mit der Bestbesetzung der Kangaroos-Reserve. Im Hinspiel hatte der BSV beim 83:67-Heimsieg mehr Mühe als erwartet, obwohl Iserlohn-Coach Dennis Shirvan seine ProB-Spieler nicht zur Verfügung hatte.

Daher ist BSV-Trainer Predrag Radanovic gewarnt. Die junge Iserlohner Mannschaft setzt auf ihre Heimstärke. Zuletzt wurde am 11. Januar - einem Freitag - Rivale GV Waltrop mit 83:52 aus der Halle gefegt. Dennoch nimmt der BSV seine Favoritenrolle an und möchte den 13. Sieg im 13. Spiel feiern. Weiterhin sind alle Spieler einsatzbereit, so dass Radanovic aus dem Vollen schöpfen kann. Der Fanclub "WulfenXtream" begleitet das Team bis ins Sauerland und wird für die nötige Unterstützung von den Rängen sorgen. Das kann in einem engen Spiel den Ausschlag geben. Und mit einem engen Spielausgang muss gerechnet werden, auch wenn der Tabellenzehnte auf den Spitzenreiter trifft. Wulfen hat zwar die beste Offensive der Liga und die Iserlohner die zweitschlechteste Verteidigung - aber diese Zahlenspiele zählen nicht, wenn die Kangaroos komplett antreten.

Beim BSV hängt viel davon ab, wie die Distanzschützen treffen. Gegen Hamm hatten Kreshnik Gashi, Patrik Paschke und Steffen Piechotta leichte Ladehemmung von der Dreier-Linie (2/13). Dafür dominierte Wulfen den Rebound. In allen Mannschaftsteilen hat das Radanovic-Team aber Optionen, wenn es woanders mal nicht rund läuft. Mit dem Vertrauen auf einen tiefen Kader treten die Wölfe die Reise vom Münsterland in Sauerland an. Und mit leeren Händen wollen sie nicht heimkehren.

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